Top

Neujahrswanderung der AH am 08.01.2022

Am 08.01.2022 fand die traditionelle Neujahrswanderung der AH FC Germania 09 Niederrodenbach statt.
Unter strenger Beachtung der Corona-Situation und der eigens auferlegten „2G+“-Regelung machten
sich die Mannen um 10 Uhr auf in einen schneereichen, sonnigen und von sportlicher Aktivität
geprägten Tag. Mit an Bord auch Armin Fischer und Steffen Koch, die sich in der Vornacht bereits in
einem Trainingslager (Brasse) befanden, sich den Treffpunkt jedoch nicht entgehen ließen.
Bei schönstem Wetter ging es zunächst zu Andi Köhler (danke Andi!) in die Werkstatt, wo es Helles,
Underberg, Eierlikör und weitere isotonische Erfrischungsgetränke gab. Alles selbstverständlich unter
dem Vorzeichen der körperlichen Ertüchtigung und der konditionellen Auffrischung der Truppe.
Bevor die Runde zu gesellig wurde und zu versacken drohte, machten sich die „Elf von Rodenbach“
auf zur nächsten Station – der Klosterruine. „Ruiniert“ war zu diesem Zeitpunkt die physische
Verfassung jedoch keineswegs. So wurde an diesem Tag unter anderem auch auf eine ausgewogene
und gesunde Ernährung in Form von Brezeln und Landjägern geachtet. Die Vitaminzufuhr wurde
durch das Benediktiner Helles komplettiert. Die Benediktiner-Biere werden in der Klosterbrauerei
Ettal nach den Originalrezepten des Klosters gebraut. Das Leben in einem Kloster ist geprägt von
Disziplin und Enthaltsamkeit, was sich in der reinsten Form auf den Tagesverlauf der Alten Herren
übertrug.
Die Stimmung konnte nicht besser sein. Nur die kalten Temperaturen und die Enge der Waldhütte
zwangen die Truppe zum Aufbruch. Inzwischen zeigte der große Zeiger auf die „Zwölf“, der kleine
Zeiger auf die „Eins“. Bei strahlendem Sonnenschein machte sich die Gruppe auf zu „Hennes“ (danke
Sebastian), der mit Nachschub aus der Klosterbrauerei für weitere Erfrischung sorgte.
Die (vor-)letzte Station des Tages war das Kabbouz. Ein durchaus würdiger Rahmen für
sportgegeisterte Kegler, für kulinarischen Hochgenuss sowie für intensive und tiefsinnige Gespräche.
Für die musikalische Untermalung sorgte „DJ. Paddy“. Über den gesamten Abend zeigte er mit
Leichtigkeit und einem gesunden Selbstverständnis, dass er den musikalisch hohen Ansprüchen der
Germanen gewachsen war.
Da die Lieferung aus der Klosterbrauerei hier offenbar nicht ankam, wurde anstelle des Benediktiner
Helles „Flötzinger“ serviert. Hierbei handelt es sich nicht um ein Desinfektionsmittel oder gar einen
Abflussrohrreiniger. Nein, das „Flötzinger“ ist ein richtig gutes Helles, gebraut nach Deutscher
Braukunst. Inzwischen komplettierte auch Tony Meißner die Gruppe. Aufgrund einer äußerst
schwerwiegenden und hartnäckigen muskulären Verletzung musste er der vorangegangenen
Wanderung fernbleiben. Sein spätes Erscheinen konnte er durch das Mitbringen einer Asbach-UraltFlasche entschuldigen.
Nun wurde das Buffet eröffnet. Und auch hier stand eine reichhaltige, gesunde und ausgewogene
Ernährung im Vordergrund. Neben Pommes und Kartoffelsalat aus der Dose gab es äußerst mageres
Fleisch in allen Variationen. Nach der ersten Essensrunde, die (nur) den Heißhunger stillte, blieb der
ersehnte Nachschlag zunächst aus. Offenbar befand sich dieser für die 15-Mann-starke Truppe
ausschließlich auf dem Teller von „Hennes“. Böse Zungen behaupten, er habe sich die Reste
einpacken lassen. Auch das Lockern seines Bauchgürtels führte nicht dazu, dass er die Menge
bewältigen konnte.
Es wurde sportlich. Auch zwischenzeitlich durchgeführte Arbeiten an der Anlage konnten das
herausragende Ergebnis der Truppe nicht verhindern. Bei 826 Versuchen fielen stolze 225 Kegel. Das
entspricht einem überragenden Schnitt von 3,67 Kegeln je Wurf.
Die sportliche Leistung stellte jedoch eine schockierende Nachricht komplett in den Schatten. Unser
Erfolgstrainer, Armin Fischer teilte überraschend mit, dass er sein Amt nicht mehr weiter ausüben
werde. Die Stimmung glich plötzlich einem Brüsseler Krisengipfel. Doch es ging hier nicht um solch
banale Dinge, wie die Eurorettung oder die Verteilung der EU-weiten Coronahilfen. Nein! Es ging um
die viel wichtigere Frage, wer in Armins große Fußstapfen treten kann. An dieser Stelle sei aus
tiefstem Herzen gesagt – lieber Armin: Vielen Dank!! Danke für deine Arbeit, deine Zeit, dein
Engagement und nicht zuletzt für die fußballerische Weiterentwicklung der Truppe..;-)…!
Die geistige Frische der Mannen zeichnete sich in dieser Krisensituation aus durch enorme
Handlungsschnelligkeit und Zielstrebigkeit. Am imaginären Flipchart entstand in Kleingruppen ein
neuer Plan. „Der Trainer ist nicht mehr da, lang lebe der neue Trainer“! In intensiven Gesprächen
konnte Rüdiger durch seine Vorstellung von modernem AH-Fußball die Anwesenden überzeugen.
Herzlichen Glückwunsch Rüdiger! Später am Abend gab der neue Trainer seiner Erfolgstruppe in der
Bar 31 eine Runde aus. Ein gelungener Einstand! Die Tatsache, dass er an diesem Abend seine
Handschuhe und Mütze verlor, war lediglich der Aufregung, und nicht dem Alkoholkonsum
geschuldet.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag ging die diesjährige Neujahrswanderung der Alten Herren
dann in der Bar 31 zu Ende. Manch einer schlief in seinem Bett, andere wiederum in der Badewanne,
im RTW oder auf dem Bartresen ein. Die Teilnehmer waren sich einig, es hat allen enormen Spaß
gemacht.
Liebe Freunde, lasst uns weiter Geschichte(n) schreiben, die das Zusammensein schön, lebhaft,
gesellig und lebenswert machen. Bleibt gesund und sportlich!
Gez. Jan Rejsek