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Fußball zum Abgewöhnen

Germania Niederrodenbach – Kewa Wachenbuchen 0:0

Vielleicht war es für Trainer und Taktikfüchse ein interessantes Spiel. Für den normalen Zuschauer, der unterhalten werden will, war es ein Ärgernis.
Beide Mannschaften neutralisierten sich mit einer ähnlichen Spielanlage weitgehend. Die Abwehrreihen standen sicher und im Mittelfeld waren die Räume eng. Ansehnliche Kombinationen kamen kaum zu Stande. Sie wurden entweder vom Gegner schon im Keim erstickt oder durch einen der unzähligen Fehlpässe beendet. Da zudem die Offensivreihen beim Abschluss jegliche Effektivität vermissen ließen, stand am Ende dieses unbefriedigende Unentschieden. Wenn unsere Mannschaft mal einen Hauch von Gefährlichkeit erzeugen konnte, dann über die linke Seite, wo Kevin Fiebig mit seinen unwiderstehlichen Flankenläufen und durchaus ansehnlichen Flanken aber in der Zentrale keine Abnehmer fand. Auch Luca Botzum hatte auf dieser Seite viele Momente, entwertete seine technischen Geniestreiche aber immer wieder, weil er danach bei Abschluss oder Abspiel letztendlich fast immer die falsche Entscheidung trifft. So in der Nachspielzeit, als er nur noch den Gästekeeper vor sich und den Sieg auf dem Fuß hatte. Abschluss oder Querlegen wären die richtige Optionen gewesen. Aber er verhedderte sich auch diesmal wieder in einem sinnlosen Dribbling.
Die Gäste hatten zwar kein Chancenplus aber die Qualität ihrer wenigen Chancen war deutlich höher. So gesehen wäre ein knapper Sieg für sie sogar verdient gewesen. Aber da stand wieder einmal Germania-Keeper Demir Kaynak im Wege, der mit mehreren Ganztaten den Punkt festhielt.Es spielten: Kaynak, Addoquaye, Robok, Steier, Fiebig, Goldmann, Liedtke, A. Giuliana, Botzum, Kühn (82. Schadt) und Mohn. (Beste Spiele unterstrichen).