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Chancenwucher

Germania Niederrodenbach – Germania Dörnigheim II 1:2 (0:1)

Gegen einen starken Kontrahenten unterlag unsere Mannschaft sehr unglücklich. Wenn man Ursachen für diese Niederlage sucht, fallen zwei Gründe ins Auge. Zum einen betrieb unsere Mannschaft Chancenwucher ersten Grades. Zum anderen wollte das Goldmann-Team nach dem verdienten Ausgleich zu viel und eröffnete den Gästen damit die Kontermöglichkeit zum Sieg.
Insgesamt wäre ein Unentschieden das gerechte Resultat gewesen. Die Gäste waren die optisch etwas bessere Mannschaft, zogen aus dieser Überlegenheit aber kaum Vorteile. Demir Kaynak musste in der ersten und bis weit in die zweite Hälfte kaum einmal sein Können zeigen. Trotzdem gingen die Gäste in Führung. Der wenig überzeugende Schiedsrichter entschied in der 11. Minute nach zweifelhaftem Foul von Adrian Steier 18 Meter vor dem Tor auf Freistoß und Dörnigheims Bilal Azzimouni streichelte die Kugel an der Mauer vorbei und unhaltbar für Demir Kaynak in die Maschen. Das spielte den Gästen natürlich in die Karten. Sie beschränkten sich weitgehend darauf das Spiel zu kontrollieren. Das gelang allerdings nur bedingt, denn unsere Mannschaft hatte in dieser ersten Hälfte trotzdem Chancen in Hülle und Fülle, brachte den Ball aber nicht über die Linie. In der 18. Minute hatten Tristan Mohn und Tobias Kühn bei einem Konter nur noch einen Abwehrspieler und den Keeper vor sich. Der Rodenbacher Torjäger machte eigentlich alles richtig und spielte quer, aber der einzig verbliebene Abwehrspieler behielt gegen den zentral mitgelaufenen Tobias Kühn die Oberhand. Luca Botzum eröffnete nach zwei glänzenden Einzelleistungen jeweils Tristan Mohn freie Bahn zum Tor, der aber in beiden Fällen das Visier zu hoch eingestellt hatte (29., 36.). In der 37. Minute wurden Versuche von Adrian Steier und Tristan Mohn im Sekundentakt auf der Linie geklärt. Dabei hatte erstmals auch der überragende Luka Schäfer im Dörnigheimer Tor seine Hände im Spiel.

Luka Schäfer war es dann auch, der in der 68. Minute einen Kopfball von Tobias Kühn aus 5 Metern in Klassemanier über die Latte lenkte. Hier hatte der Germania-Anhang den Torschrei schon auf den Lippen. Zwei Minuten später war es dann aber soweit. Maximilian Robok zirkelte eine Ecke von Thomas Goldmann per Hinterkopf in den Torwinkel. In der Folge hatte der eingewechselte Marco Veit sogar die Chance zur Führung. Sein Abschluss, freistehend aus 14 Metern, kam allerdings genau auf den Keeper (72.). Spätestens jetzt wollte unsere Mannschaft zu viel, ging mit aller Macht auf den Führungstreffer und lief ins offene Messer. Die Gäste nutzten die Freiräume, trafen in der 82. Minute die Latte und sie gingen gegen eine im Vorwärtsdrang jetzt auch unkonzentrierte Germania-Defensive in der 85. Minute erneut in Führung. Nach einer Ecke stand Dörnigheims Abwehrrecke Simeon Lichtenfels im Fünfmeterraum völlig frei. Gegen ein jetzt endgültig alles nach vorne werfende Goldmann-Team hatten die Gäste dann weitere Chancen und hätten durchaus sogar noch höher gewinnen können.
Auch wenn auf der Habenseite letztlich nichts blieb, war das, in einem sehr ansehnlichen Spiel, trotzdem eine gute Leistung unserer Mannschaft.
Es spielten: Kaynak, Addoquaye, Robok, Jouahri, Fiebig, Steier, Liedtke (55. Veit), Özcan (63. Goldmann), Botzum (63. D. Giuliana), Kühn (76. Schadt) und Mohn. (Beste Spiele unterstrichen).