Unglücklich
SV Kilianstädten – Germania Niederrodenbach 1:1 (1:1)
Insgesamt war es ein gerechtes Unentschieden und trotzdem ging der Germania-Anhang etwas enttäuscht aus dem Stadion, denn es wäre mehr möglich gewesen.
Schon in der 4. Minute hatte Marco Veit das 0:1 auf dem Fuß. Nach einem Klassepass von Luca Botzum steuerte er alleine auf den gegnerischen Keeper zu und machte eigentlich alles richtig. Er versuchte den Ball über den herausstürzenden Torhüter zu lupfen, was auch gelang, aber die Glücksgöttin, in diesem Spiel nur selten auf Seiten der Germania, legte ihr Veto ein, und der Ball traf nur die Latte. Drei Minuten später dann ausgleichende Gerechtigkeit, denn jetzt verhinderte die Latte den ersten Treffer für die Gastgeber. In der 20. Minute ging Kilianstädten dann in Führung und dabei stand der insgesamt nicht überzeugende Schiedsrichter erstmals im Mittelpunkt, denn der Torschütze stand wohl deutlich im Abseits. Aber unsere Mannschaft haderte nur kurz. Fünf Minuten später erzielte Antonio Giuliana nach einer Klassekombination und kluger Kopfballvorlage von Marco Veit den Ausgleich. Danach fanden allerdings etwas überraschend die Gastgeber besser in Spiel. Zweimal kam Niels Schernick für Kilianstädten in perfekter Schussposition zum Abschluss, verfehlte aber jedes Mal den Kasten deutlich (32., 37.). In der 38. Minute klärte der erneut überragende Kevin Fiebig dann auf der Linie.
Mit Beginn der zweiten Hälfte bekam unsere Mannschaft das Spiel immer besser in den Griff und die Führung schien nur eine Frage der Zeit zu sein. In der 49. Minute schoss Luca Botzum nach Klassepass von Danilo Giuliana knapp am Tor vorbei. Nach 69 Minuten war Luca Botzum der Passgeber. Tristan Mohn steuerte danach den gegnerischen Keeper 1 gegen 1 an, konnte ihn aber nicht überwinden. Die Drangphase der Germania fand eine Viertelstunde vor Schluss dann ein abruptes Ende, denn unsere Mannschaft verlor innerhalb von fünf Minuten ihr bis dahin überragendes Innenverteidigerduo. Zunächst musste Maximilian Robok angeschlagen passen (72.), und nur drei Minuten später zeigte der Schiedsrichter Adrian Steier,nach einem sicherlich gelbwürdigen Foul, überraschend glatt rot. Danach war es eine Abwehrschlacht, in der sich unsere Mannschaft mit Verve gegen die drohende Niederlage stemmte. Es gelangen sogar in dieser Phase noch ein paar Nadelstiche nach vorne, ohne das aus den teilweise erfolgversprechenden Ansätzen allerdings eine klare Chance entstand.
Es spielten: Kaynak, Addoquaye, Robok (72. Jouahri), Steier, Fiebig, Mert (79. Goldmann), Botzum, A. Giuliana, D. Giuliana, Veit (79. Schilling) und Mohn. (Beste Spieler unterstrichen)