Endlich wieder ein Dreier
Spvgg Roßdorf – Germania Niederrodenbach 3:5 (2:2)
In einem lange Zeit hartumkämpften Spiel zeigte sich unsere Mannschaft widerstandsfähig und nervenstark und gewann letztendlich hochverdient. Legt man die Chancenausbeute zu Grunde hätte dieser Sieg allerdings schon viel früher feststehen müssen.
In der 14. Minute hatte Tristan Mohn bereits die erste Großchance, als ihn das Zuspiel von Luca Botzum 8 Meter vor dem Tor völlig freistehend erreichte. Sein Abschluss war allerdings zu schwach, so dass Scott Scherer im gegnerischen Kasten parieren konnte. Nur zwei Minuten später machten es die Gastgeber deutlich besser. Die linke Abwehrseite der Germania war kurzzeitig unaufmerksam und eröffnete dem Gegner zu viel Freiraum. Roßdorfs Andre Nollau ließ sich die Chance nach rasantem Flügellauf nicht entgehen und platzierte die Kugel unhaltbar ins lange Eck. Das gerade geschilderte Szenario sollte sich im Zweiminutentakt kurze Zeit später wiederholen. Tristan Mohn scheiterte, diesmal nach Vorarbeit von Kevin Fiebig, erneut freistehend am gegnerischen Keeper (18.). Die Gastgeber waren kurze Zeit später wieder effektiver und erhöhten, erneut über rechts durchgebrochen, auf 2:0 (20.). Hauptursächlich war diesmal allerdings ein Torwartfehler von Danilo Giuliana, der den Ball am kurzen Pfosten zunächst nicht festhalten konnte. Der Gegner reagierte danach schneller als die Germania-Defensive, und es schlug erneut ein. Soweit so schlecht. Wie sich unsere Mannschaft davon allerdings überhaupt nicht beeindrucken ließ, sondern mit viel Laufbereitschaft und bei gegnerischen Ballbesitz mit frühem Anlaufen die eigene Spielidee weiterhin durchzog, das war alle Ehren wert. Der Lohn ließ auch nicht lange auf sich warten. Nur eine Minute nach dem zweiten Gegentreffer, profitierte Marcel Heuer von einem genialen Pass von Antonio Giuliana und verkürzte auf 2:1. Weitere Chancen folgten, aber erst in der 36. Minute fiel der Ausgleich. Ein weiterer Superpass von Antonio Giuliana verschaffte Luca Botzum auf der rechten Seite viel Freiraum. Seine punktgenaue Hereingabe fand zentral Tristan Mohn, der den Keeper diesmal überwinden konnte.
Nach nur drei Minuten in der 2. Hälfte traf der Germania-Torjäger dann erneut, und das Spiel war endlich gedreht. Ausgangspunkt diesmal eine Flanke von Marcel Heuer. Aber die Gastgeber blieben gefährlich. In der 54. Minute verhinderte Kevin Fiebig auf der Linie den Ausgleich. In der 64. Minute schien dann allerdings schon alles gelaufen. Vorgegangen war der schönste Angriff des Spiels. Tristan Mohn verschaffte mit einem wunderbaren Pass Luca Botzum auf der rechten Seite den nötigen Freiraum, dessen Hereingabe fand an der Strafraumgrenze Antonio Giuliana, der mit der Hacke zum völlig freistehenden Jeyan Özcan weiterleitete. Dessen Schuss aus 14 Metern ließ Scott Scherer im gegnerischen Tor keine Chance und es stand 2:4. Aber Roßdorf blieb gefährlich und verkürzte in der 69. Minute auf 3:4. Erst ein weiterer sehenswerter Konter ausgehend von Tristan Mohn über Marcel Heuer und Antonio Giuliana brachte durch Luca Botzum dann in der 75. Minute die endgültige Entscheidung.
Fazit: Entweder die Offensive wird effektiver oder die Defensive sicherer. Gegen stärkere Gegner kann man solche Spiele sonst nicht gewinnen.
Es spielten: D. Giuliana, Fiebig, Robok, Steier, Schilling (53. Addoquaye), Mert (79. Schadt), Özcan, Heuer (76. Dordevic), A. Giuliana, Botzum und Mohn. (Beste Spieler unterstrichen).