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Germania Niederrodenbach – FSV 08 Neuberg 4:2 (0:1)
In einem in den letzten Minuten hochdramatischen Spiel holte unsere Mannschaft erst in der Nachspielzeit noch die Kohlen aus dem Feuer.
Lange Zeit sah es allerdings nicht danach aus. In der 16. Minute erzielten die Gäste, bis dahin die deutlich bessere Mannschaft, die verdiente Führung. In der Folge versäumten es die Gäste aber diese Überlegenheit noch in der 1. Hälfte in weitere Tore umzumünzen. Chancen für Neuberg gab es dann zu Beginn der 2. Hälfte reichlich. In dieser Phase hielt der nach langer Verletzungspause wieder im Germania-Tor stehende Ilias Jtite unsere Mannschaft mit zwei Glanzparaden im Spiel (49., 54.). In der 57. Minute kam dann die Wende, denn Neubergs Türker Türkyilmaz sah nach wiederholtem Foulspiel die gelbrote Karte. Jetzt ging sichtlich ein Ruck durch unsere Mannschaft, aber der nächste Nackenschlag folgte umgehend. Nach einem leichtfertigen Ballverlust von Sancar Mert war die rechte Abwehrseite der Germania völlig offen und Maximilian Robok wusste sich gegen den in den Strafraum eindringenden Gegenspieler nur durch ein Foul zu helfen. Der gut aufgelegte Ilias Jtite im Germania-Tor hatte auch hier die Ecke, konnte den gut geschossenen Strafstoß allerdings trotzdem nicht parieren und es stand 0:2 (61.). Aber unsere Mannschaft zeigte auch diesmal, wie schon am Mittwoch in Roßdorf, Moral. Zudem hatte Germania-Trainer Luca Gesch mit seinen Einwechslungen ein goldenes Händchen. In der 59. Minute kam Marco Veit und es wurde zunehmend ein Spiel auf ein Tor. Veit hatte in der 66. und 68. Minute glänzende Einschussmöglichkeiten, setzte die Kugel aber beide Male über das Tor. In der 72. Minute kam Dennis Liedtke und erzielte vier Minuten später den Anschlusstreffer. Nach Balleroberung von Sancar Mert, war es Antonio Giuliana der präzise auf Liedtke weitergeleitet hatte (76.). Fünf Minuten später war es erneut Ilias Jtite, der mit einer Klasseparade wohl die endgültige Entscheidung für die Gäste verhinderte. Danach spielte nur noch die Germania und der Ausgleich lag förmlich in der Luft. In der 82. Minute wurde Tristan Mohn dann im Strafraum gefoult und der Schiedsrichter entschied auch hier völlig zu Recht auf Elfmeter. Antonio Giuliana trat an und verwandelte sicher. Weitere Chancen folgten. Die beste hatte in der 89. Minute zunächst Kevin Fiebig, der nach einer Flanke von Luca Botzum freistehend über das Tor köpfte. In der Nachspielzeit klappte es aber dann doch noch. Erst köpfte Marco Veit einen Querschläger geistesgegenwärtig zum 3:2 ein (90+1). Danach öffneten die Gäste verständlicherweise, und es folgte ein mustergültiger Konter. Marco Veit kam noch vor der Mittellinie an den Ball, zog unaufhaltsam los, drang in den gegnerischen Strafraum ein und leitete dann auf den zentral mitgelaufenen Walker Addoquaye weiter, der völlig alleine alle Zeit der Welt hatte und alles klar machte (90+3).
Es spielten: Jtite, Fiebig, Steier, Robok, Schilling (59. Heuer), Mert, Özcan (59. Veit), D. Giuliana (72. Liedtke), A. Giuliana, Botzum (90.+2 Addoquaye) und Mohn (Beste Spieler unterstrichen).