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Unentschieden im Derby

Germania Niederrodenbach – Eintr. Oberrodenbach 2:2 (1:1)

In einem spannenden und umkämpften Derby trennten sich die Ortsrivalen schiedlich, friedlich mit einem Unentschieden. Dabei hatte die Germania eigentlich ausreichend Chancen, um das Spiel zu entscheiden. Besonders in der 1. Hälfte und in der Schlussphase des 2. Abschnitts war ein Sieg möglich. Insgesamt hielten die Gäste aus dem Ortsteil 2 aber gut dagegen und so gesehen ist das Unentschieden auch kein ungerechtes Ergebnis.

Schon in der 4. Minute hatte der über weite Strecken glänzend aufspielende Marco Veit eine erste klare Chance. In der 11. Minute war es erneut Veit, der diesmal auf dem rechten Flügel freie Bahn hatte und den Ball mustergültig in die Mitte brachte. Dort stand Dennis Liedtke völlig frei, schoss aber weit über das Tor. In der 24. Minute hatte der Germania-Stürmer dann über rechts erneut freie Bahn. Seine Hereingabe, für den bereits einschussbereiten Tristan Mohn gedacht, wurde von Oberrodenbachs Tim Hudaff, in höchster Not, noch mit einer Monstergrätsche ins Toraus befördert. Für Oberrodenbach standen bis zu diesem Zeitpunkt nur eine Chance aus der 9. Minute und ein Lattenschuss nach Freistoß in der 24. Minute zu Buche. Die längst fällige Germania-Führung dann in der 26. Minute. Diesmal war es Dennis Liedtke, der auf der rechten Seite viel Raum zum Flanken hatte. Seine Hereingabe fand am langen Pfosten Marco Veit, der aus Nahdistanz vollstreckte. Unsere Mannschaft hatte das Spiel gegen kämpferische Gäste danach weitgehend im Griff. Marco Veit hatte in der 41. Minute eine weitere klare Chance, Vorarbeit erneut Dennis Liedtke, schoss aber freistehend aus 12 Metern am Tor vorbei. Ärgerlich, besonders wenn man bedenkt, was dann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte geschah. Adrian Steier ließ sich an der Strafraumgrenze mit dem Abspiel etwas zu viel Zeit, übersah zudem, den ihn in Vollspeed anlaufenden Maximilian Hüttel, kam dadurch überrascht ins Straucheln und holte anschließend den Gegenspieler an der Strafraumgrenze von den Beinen. Der Innenverteidiger der Germania wandelte zu diesem Zeitpunkt schon nahe am Platzverweis und sah folgerichtig zunächst gelbrot. Dann aber entstand Verwirrung. Denn der Schiedsrichter bat die Germania-Offiziellen, Steier wieder aus der Kabine zu holen, nahm den Platzvereis zurück, verlegte den Tatort in den Strafraum und entschied auf Elfmeter. Oberrodenbachs Fazli Salihi ließ Aushilfskeeper Danilo Giuliana im Germania-Tor keine Chance (45.+2)

In der 2. Hälfte war es dann lange ein Spiel auf Augenhöhe, das die Anhänger beider Mannschaften aber nie zur Ruhe kommen ließ.

Zunächst überraschte Ayman Zebir mit einem Sonntagschuss aus 25 Metern den Germania-Keeper. Der gar nicht so hart geschossene Ball senkte sich hinter dem etwas zu weit vor seinem Tor stehenden Danilo Guiliana in die Maschen (59.). Nur drei Minuten später entschied der Referee dann nach einem Handspiel auf Elfmeter für die Germania. Marco Veit trat an und scheiterte an Eintracht-Keeper Christian Arndt (62.). Den Abpraller erlief Tristan Mohn und flankte von der Grundlinie gedankenschnell in die Mitte, wo Marco Veit knapp am Ball vorbeirutschte. Es folgte ein Sturmlauf der Germania. Die Gäste verteidigten den Vorsprung leidenschaftlich mit Haken und Ösen und versuchten zu kontern. Ein Konter brachte in der 66. Minute eine glänzende Chance zum 1:3. Jeyan Özcan konnte den ballführenden Gegenspieler aber in letzter Sekunde einholen und vereitelte mit einer Monster-Rettungstat wahrscheinlich die Vorentscheidung. Die Germania kreierte in dieser Phase allerdings deutlich mehr Chancen, und es war erneut Marco Veit, der in der 81. Minute aus vergleichsweise spitzem Winkel über rechts das gegnerische Tor ansteuerte und überlegt ins lange Eck traf. Danach war die Germania bis in die lange Nachspielzeit dem Siegtor näher, aber es blieb letztlich beim Remis.

Zum Schluss ein Sonderlob für Germania-Aushilfskeeper Danilo Giuliana, der als gelernter Feldspieler die Torwartmisere der Germania mit einer soliden Leistung abfederte.
Es spielten: D. Giuliana, Fiebig, Steier (46. Addoquaye), Özcan, Schilling (77. Heuer), Mert, Botzum, A. Giuliana, Mohn, Liedtke (56. Schadt) und Veit (Beste Spieler unterstrichen).