Spät aber verdient
Germania Niederrodenbach – KSV Eichen 5:1 (1:1)
Das Spiel begann für die Germania denkbar ungünstig mit einem Blackout von Mister Zuverlässig Adrian Steier. Er spielte im eigenen Fünfmeterraum Eichens Max Leon Traut den Ball in die Füße, der das Geschenk dankend annahm (4.). Im Gegenzug traf Walker Addoquaye für die Germania den Pfosten (5.). Und das war es in der 1. Hälfte auch schon fast. Die Mannschaften neutralisierten sich weitgehend. Bis zu 42. Minute. Da zirkelte Antonio Giuliana eine seiner gefährlichen Ecken in den gegnerischen Strafraum. Aus dem Getümmel vor dem Tor wurde Adrian Steier ins Tor gestoßen. Das irritierte Freund und Feind offenbar so sehr, dass ihm der Ball ohne weitere Berührung zum Ausgleich ins Tor folgen konnte (42.). Im Gegenzug scheiterte Eichens Pascal Heiliger am prächtig reagierenden Ilias Jtite im Germania-Tor. So endete eine insgesamt muntere 1. Halbzeit, der es allerdings an packenden Torchancen fehlte, schiedlich-friedlich 1:1.
In der 2. Hälfte war es dann ein völlig anderes Spiel. Die Germania war über weite Strecken haushoch überlegen und hätte eigentlich bereits deutlich führen müssen, als in der 71. Minute endlich der Führungstreffer fiel. Vorausgegangen war ein sehenswerter Angriff über Kevin Fiebig und Julian Schadt, der sich auf der linken Seite durchsetzte und an der Strafraumgrenze Luca Botzum fand. Botzum leitete den Ball an den halbrechts völlig freistehenden Dennis Liedtke weiter, der aus 14 Metern unhaltbar vollstreckte. Ein Torwartfehler ermöglichte Jeyan Özcan in der 89. Minute das 3:1 und damit war das Spiel gelaufen. Ein Eigentor (90.+2) und Julian Schadt nach einem weiteren Torwartfehler (90.+5) sorgten in der Schlussphase noch für einen deutlichen Germania-Sieg. In der Nachspielzeit vereitelte Ilias Jtite, der sich in der Vorwoche viel Kritik hatte anhören müssen, mit einer Monsterparade noch den zweiten Gegentreffer. Eigentlich die einzige klare Chance der Gäste in Abschnitt 2.
Der Germania-Sieg war auf Grund der 2. Hälfte hochverdient, fiel aber, gemessen an den Spielanteilen, insgesamt zu hoch aus.
Es spielten: Jtite, Addoquaye, Jouahri (72. Köhler), Steier, Fiebig, Botzum, Özcan (90.+2 Euler), D. Giuliana, Dordevic (55. Schadt), A. Giuliana und Liedtke (88. Majed) (Beste Spieler unterstrichen).