Unnötige Niederlage
Germania Niederrodenbach – Spvgg Roßdorf 2:5 (2:3)
Gemessen am Ergebnis hört es sich seltsam an, aber es war ein Spiel auf Augenhöhe. Entscheidend war, dass die Gäste deutlich effektiver agierten und dass die Germania-Defensive, vor allem Keeper Ilias Jtite einen rabenschwarzen Tag hatten.
In der ersten Hälfte war es ein sehr unterhaltsames Spiel mit vielen Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Bereits in der 2. Minute tauchte Tristan Mohn nach einem Bilderbuchpass von Danilo Giuliana frei vor dem gegnerischen Keeper auf, der allerdings die Oberhand behielt. Die Gäste machten es wenig später deutlich besser. Ein Abpraller aus dem Germania-Strafraum kam halblinks an der Strafraumgrenze zu Roßdorfs Johannes Maisch, der sich nicht lang bitten ließ und die Kugel im langen Eck versenkte (10.). Die Germania war danach weiterhin die überlegene Mannschaft, zeigte aber bei den schnellen Kontern der Gäste ungewohnte Schwächen. Vor allem Maximilian Robok und auch Kevin Fiebig agierten nicht mit der sonst gewohnten Souveränität. In der 15. Minute schlug es dann erneut ein. Nach einem Konter stand Roßdorfs Kevin Schloerb halbrechts im Strafraum völlig frei und ließ Ilias Jtite keine Chance. Die Antwort der Germania ließ nicht lange auf sich warten. Nach sehenswerter Vorarbeit von Danilo Giuliana startete Antonio Giuliana ein Solo entlang der Strafraumlinie und zog zum richtigen Zeitpunkt aus 16 Metern zum 1:2 ab (18.). Nur 1 Minute später hatte Tristan Mohn eine Monsterchance zum Ausgleich, verfehlte aber das Tor. Die Gäste machten es dann in der 27. Minute erneut besser, profitierten allerdings vom Fehler des Germania-Keepers Ilias Jtite, der den haltbaren Ball passieren ließ (27.). Der gegnerische Keeper machte es in der 36. Minute deutlich besser, denn er parierte eine 18-Meter-Granate von Danilo Giuliana in Klassemanier. In der 45. Minute gelang der erneute Anschlusstreffer dann aber doch noch. Dennis Liedtke behielt die Übersicht und vollstreckte, nachdem die Chance schon tot schien, denn vorher waren zwei Versuche aus vielversprechender Position abgeblockt worden.
Auch in der 2. Hälfte war die Germania eigentlich das überlegene Team. Aber die Torchancen wurden jetzt seltener. Die Gäste wirkten vor dem Tor einfach entschlossener und das wurde belohnt. Bestes Beispiel dafür das 2:4 von Andre Nollau, der einen Fallrückzieher wagte und belohnt wurde (59.). Unsere Mannschaft versuchte es danach weiter, aber lediglich Luca Botzum hatte in der 69. Minute noch eine gute Anschlusschance, schoss aber weit über das Tor. Das 2:5 in der 71. Minute nach einem weiteren Torwartfehler, zog der Germania dann endgültig den Zahn.
Es spielten: Jtite, Fiebig, Jouahri, Robok (70. Addoquaye), D. Giuliana, Steier, Botzum, Dordevic (61.Özcan), A. Giuliana, Liedtke und Mohn (46. Veit) (Beste Spieler unterstrichen).