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In Unterzahl brachen alle Dämme

Germania Niederrodenbach – Safakspor Hanau 1:5 (1:1)

Das Ergebnis spiegelt das Spiel in keiner Weise. Unsere Mannschaft war über weite Strecken gleichwertig. Erst in der Schlussphase brachen in Unterzahl alle Dämme.
Die Gäste begannen stark und gingen zudem früh in Führung. Auslöser war Ayman Jouahri, der aus der Innenverteidigung völlig unvermittelt bis zur Mittellinie vorstürmte, dort zudem den entscheidenden Zweikampf verlor und so die Lücke öffnete, die die Gäste in der 4. Minute zur Führung nutzten. Das spielte Safakspor in die Karten, denn sie konnten sich noch mehr auf ihre stabile Defensive und Konter konzentrieren. Bis zur 20. Minute kam unsere Mannschaft danach überhaupt nicht mehr ins Spiel. Dann unterliefen den Gästen unvermittelt und nach den bisherigen Eindrücken eigentlich unbegreiflich zwei katastrophale Abspiele in der Defensive. Nach dem ersten konnten sie mit vereinten Kräften noch eine klare Torchance verhindern. Danach hatte auch Torhüter Onur Aydin einen Aussetzer, Danilo Giuliana bekam dadurch freie Bahn zum Tor und wurde von Rosario Soba gefoult. Antonio Giuliana trat zum Strafstoß an und wollte es zu genau machen. Der Keeper sprang zwar in die falsche Ecke, aber der Ball rollte dich am linken Pfosten vorbei ins Toraus (24.). Danach war es jetzt ein ausgeglichenes Spiel und die Germania kam in der 39. Minute verdient doch noch zum Ausgleich. Ausgangspunkt war ein Klassepass von Antonio Giuliana. Luca Botzum hatte danach auf der linken Angriffsseite frei Bahn zum Tor, fand zentral an der Strafraumgrenze Tristan Mohn, der zum Torschützen Dennis Liedtke weiterleitete. Ein wahrhaft wunderschöner Angriffszug. Mit dem Unentschieden ging es auch in die Pause.

Im zweiten Abschnitt begannen die Gäste wieder stark. Germania-Keeper Luca Fabio Hamburger zeichnete sich mit prächtigen Paraden zweimal aus und sicherte zunächst das Unentschieden (47.,60.). Auch die Germania hatte eine Doppelchance, aber Luca Botzum und Dennis Liedtke scheiterten im Sekundentakt. Der an sich gute Schiedsrichter legte von Beginn an etwas unterschiedliche Maßstäbe bei der Vergabe von gelben Karten an. Leidtragender war meist Adrian Steier, dem nahezu jede Aktion abgepfiffen wurde. Es war für einen erfahrenen Spieler sicherlich keine Glanzleistung, dass er sich schon gelb-rot-gefährdet, in der 63. Minute wieder zu einer überharten Aktion hinreißen ließ und vom Platz flog. Zwei Minuten später gingen die Gäste dann erneut in Führung. Walker Addoquaye verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung und eröffnete den Weg für einen Konter, der zum 1:2 führte (65.). Unsere Mannschaft entblößte jetzt zunehmend die Abwehr und Dennis Liedtke scheiterte in der 79. Minute mit einer kapitalen Chance 1 gegen 1 am gegnerischen Keeper. Die Germania wollte unbedingt den Ausgleich, ging all in und hinten brachen deshalb in der Schlussphase alle Dämme (81., 89., 90.). Gemessen am Spielverlauf fiel das Ergebnis deshalb viel zu Hoch aus,

Es spielten: Hamburger, Addoquaye, Jouahri (72. Köhler), Özcan (84. Köhler), Fiebig, Botzum, Steier, D. Giuliana (73. Dordevic), A. Giuliana, Mohn und Liedtke. (Beste Spieler unterstrichen).