Sprung an die Spitze misslungen
Spvgg Langenselbold – Germania Niederrodenbach 5:3 (3:2)
Zwei eigentlich unerklärliche Schwächeperioden sorgten dafür, dass unsere Mannschaft dieses Spitzenspiel verlor. In der restlichen Spielzeit hielt das Gesch-Team nämlich gut mit. Aber das reichte nicht, um vor allem die Fehler aus der Anfangsphase des Spieles zu egalisieren. Auch weil dann Effizienz bei den Torchancen und Spielglück in den spielentscheidenden Momenten fehlten.
Die Germania verschlief leichtfertig die erste halbe Stunde des Spiels. In dieser Phase ging nichts, nahezu kein Zweikampf wurde gewonnen. Die Defensive lief nur hinterher und Pech kam auch noch hinzu. Der erste Gegentreffer in der 4. Minute war ein Eigentor von Kevin Fiebig. In der 11. Minute hinderte nach einer Ecke keiner der hochgewachsenen Germania-Abwehrrecken Langenselbolds Sahin Alp Ciftci am Kopfball und es stand 2:0. Ein Katastrophenpass von Maximilian Robok verursachte in der 17. Minute sogar das 3:0. Das Spiel schien eigentlich entschieden, nahm noch vor der Halbzeit aber eine merkwürdige Wendung. Denn nach zwanzig katastrophalen Minuten fing sich unser Team, war plötzlich präsent, und die bis dahin souveränen Gastgeber kamen jetzt überraschend ins Schwimmen. Dennis Liedtke antizipierte nach einem schlimmen Fehlpass in der Gästeabwehr und steuerte alleine auf den gegnerischen Keeper zu, konnte ihn aber noch nicht überwinden (27.). Nach einem Freistoß von Samir Rahimi köpfte Maximilian Robok knapp über das Tor (34.). In der 38. Minute war es dann endlich soweit. Nach einem Klassepass von Denzel Epps, hatte Danilo Giuliana auf der rechten Seite viel Platz, fand in der Zentrale Denis Liedtke, der mit einer geschickten Körperdrehung seinen Gegenspieler aussteigen ließ, dann auf Samir Rahimi weiterleitete und es stand 3:1. Danach war die Germania am Drücker. Dennis Liedtke hatte in der 42. Minute nach Flanke von Danilo Giuliana eine weitere gute Chance. Der Anschlusstreffer lag jetzt in der Luft. Aber zunächst musste die Luft angehalten werden, denn die Gastgeber trafen mitten in die Germania-Drangperiode hinein die Latte. Ayman Jouahri schlug dann den in Wembley-Manier abprallenden Ball geistesgegenwärtig von der Linie (44.). Der Anschlusstreffer gelang aber dann doch noch vor der Pause durch eine gute Einzelleistung von Dennis Liedtke (45.).
Für die zweite Hälfte war also wieder alles möglich und es begann gut. Aber Dennis Liedtke traf in der 52. Minute aus 16 Metern nur die Latte. Danach kam unsere Mannschaft allerdings wieder zunehmend von der Rolle und in der 59. Minute verlor Danilo Giuliana auf der rechten Abwehrseite einen wichtigen Zweikampf, die Germania-Defensive in und um den Strafraum war dann unsortiert und es hieß 4:2 (59.). Eine Vorentscheidung, wie sich zeigen sollte, denn unsere Mannschaft kam danach nicht mehr ins Spiel. Das 5:2 in der 79. Minute war dann die endgültige Entscheidung und der sehenswerte, direktverwandelte Freistoß aus 18 Metern von Antonio Giuliana zum 5:3 nur noch Ergebniskorrektur (90.).
Es spielten: Hamburger, Suele, Robok, Jouahri (61. Özcan), Fiebig (76. Dordevic), Steier, D. Giuliana (61. Ajkic), A. Giuliana, Rahimi, Epps und Liedtke. (Beste Spieler unterstrichen).