Gefühlte Niederlage
Germania Niederrodenbach – 1. FC Hochstadt 3:3 (2:1)
Die Glücksgöttin war der Germania an diesem Tag gewogen, wie wohl selten zuvor. Aber auch sie konnte das bittere Ende nicht verhindern. Es war der erste Punkt, den unsere Mannschaft in diesem Jahr einspielte und doch fühlte es sich an wie eine Niederlage.
Die Germania war zunächst die klar bessere Mannschaft und kontrollierte fast eine halbe Stunde das Spiel. Marco Veit erzielte in der 13. Minute per Elfmeter die verdiente Führung. In der 22. Minute hatte Dennis Liedtke den zweiten Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber aus 8 Metern am glänzend reagierenden Gästekeeper. Das 2:0 fiel dann aber in der 25. Minute. Nach einer Ecke verlängerte Maximilian Robok per Kopf zu Tristan Mohn, der den Ball mit der Brust über die Linie bugsierte. Ein beruhigender Vorsprung, zumal die Germania das Spiel gegen bis dahin harmlose Gäste sicher im Griff hatte. Das änderte sich nach der 28. Minute. Da gelang den Gästen nach einem Freistoß der Anschlusstreffer. Danach war Hochstadt die bessere Mannschaft. Klare Torchancen sprangen bis zur Halbzeit aber nicht heraus. Die beste Möglichkeit hatte in der Nachspielzeit Tristan Mohn für die Germania, der aber am Keeper scheiterte.
Nach der Pause setzte sich dann die Überlegenheit der Gäste fort. Allerdings hatten sie jetzt auch Chancen. Germania-Keeper Ilias Jtite parierte in der 48. Minute zweimal prächtig. Und auch in der 51. Minute verhinderte er mit einer Klasseparade den Ausgleich. In der 61. Minute hatte Marco Veit mitten in dieser Drangperiode, 1 gegen 1, die Chance auf 3:1 zu stellen, scheiterte aber am gegnerischen Keeper. Danach häuften sich zwischen der 63. und 76. Minute die Chancen für Hochstadt. Mehrmals retteten Pfosten und Latte für den bereits geschlagenen Germania-Keeper. Der Ausgleich, ja sogar eine Führung wäre zu diesem Zeitpunkt hoch verdient gewesen. Und dann kam die 79. Minute, in der die Glücksgöttin einen letzten Versuch startete, der Germania an diesem Tag zum Sieg zu verhelfen. Der Schiedsrichter, der bis zu diesem Zeitpunkt nahezu alles abgepfiffen hatte, was nur im entferntesten Abseits gewesen sein könnte, übersah eine klare Abseitsstellung von Dennis Liedtke, der sich danach eiskalt gegen einen Abwehrspieler und den Torhüter behauptete und das 3:1 erzielte. Danach gingen die Köpfe der Gäste sichtlich nach unten, das Spiel schien entschieden. Die Glücksgöttin glaubte wohl auch ihr Tagwerk erfolgreich vollbracht zu haben, rechnete aber nicht mit dem Unvermögen der Germania-Spieler den Vorsprung über die Zeit zu bringen. In der 90. Minute ließ Ilias Jtite im Germania-Tor eine harmlose Bogenlampe aus 20 Metern zum 3:2 durch die Hosenträger rutschen, und in der 3. Minute der Nachspielzeit foulte Adrian Steier im Strafraumeck völlig unnötig seinen Gegenspieler. Der nachfolgende Elfmeter brachte doch noch den 3:3 Ausgleich.
Es spielten: Jtite, Fiebig, Jouahri, Robok, D. Giuliana, Steier, Botzum (88. Klappenberger), A. Giuliana, Mohn (82. O. Mert), Veit (82. Köhler) und Liedtke. (Beste Spieler unterstrichen).