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Wahnsinn

Safakspor Hanau – Germania Niederrodenbach 4:5 (1:2)
In einem vogelwilden, dramatischen und zumindest für die Zuschauer höchst sehenswerten Spiel hatte unsere Mannschaft am Ende etwas glücklich die Nase vorn. Sicherlich wäre ein Unentschieden das angemessene Ergebnis gewesen. Die Gastgeber hatten zwar die bessere Spielanlage, dafür war unsere Mannschaft effektiver vor dem Tor.
Zunächst musste man das Schlimmste befürchten, denn die Gastgeber überrollten unsere Mannschaft vom Anpfiff an. Die Führung für die Gäste bereits in der 3. Minute war da nur folgerichtig. Erst nach einer Viertelstunde konnte die Germania etwas erfolgreicher gegenhalten. Die Wende kam in der 24. Minute als Antonio Giuliana im Strafraum gelegt wurde und den fälligen Elfmeter zum Ausgleich verwandelte. Jetzt war das Gesch-Team am Drücker. Nach einem wunderbaren Angriff über mehrere Stationen scheiterte Denzel Epps am gegnerischen Keeper (32.). In der 35. Minute zirkelte Samir Rahimi eine Ecke in den Strafraum. Ayman Jouahri kam an den Ball und wuchtete ihn per Kopf an die Latte. Samir Rahimi kam links erneut an den Ball und spielte quer zu Danilo Giuliana am gegenüber liegenden rechten Strafraumeck, der die Kugel erneut vor das Tor lupfte, wo Maximilian Robok im Fünfmeterraumgetümmel den Überblick behielt und die Führung erzielte. Danach war Safakspor wieder am Drücker und in der 44. Minute lag bei einer Doppelchance der Ausgleich in der Luft. Aber erst parierte Luca Fabio Hamburger im Germania-Tor glänzend und den Nachschuss kratzte dann Danilo Giuliana von der Linie.
Der Ausgleich fiel dann aber trotzdem ziemlich früh in der zweiten Hälfte. Nach einem unnötigen Ballverlust von Danilo Giuliana herrschte in der Germania-Defensive fast slapstickhafte Konfusion und es stand 2:2. Unsere Mannschaft ließ sich davon aber kaum verunsichern. Nur sieben Minuten später köpfte Ayman Jouahri eine Ecke von Antonio Giuliana in die Maschen. Der Ball war zwar für alle sichtbar im Netz gelandet und lag doch anschließend hinter dem Tor im Wald. In der anschließenden Konfusion gab es Proteste der Gastgeber. Erst nach einigem Hin und Her, indem der Schiedsrichter seine Meinung mehrmals änderte, wurde dann das Loch im Netz gefunden und das Tor fand Anerkennung. Die Gastgeber intensivierten jetzt ihre Bemühungen und trafen in der 59. Minute den Pfosten. Auch anschließend lag der erneute Ausgleich mehrmals in der Luft. Mitten in diese Drangperiode setzte die Germania dann einen mustergültigen Konter. Luca Fabio Hamburger fand mit einem punktgenauen Abschlag auf dem linken Flügel den völlig freistehenden Danilo Giuliana. Der startete einen unwiderstehlichen Alleingang Richtung gegnerisches Tor und spielte genau im richtigen Moment quer auf den zentral einlaufenden Dennis Liedtke, der nur den Fuß hinhalten musste (63.). Dieses 2:4 hatten viele wohl für die Entscheidung gehalten, zumal Denzel Epps kurz darauf sogar eine weitere Riesenchance zum 2:5 hatte. Aber dieses verrückte Spiel hatte noch einige ungeahnte Wendungen in Petto. Zunächst starteten die Gastgeber eine fulminante Aufholjagd. Sie erzielten in der 71. Minute den Anschlusstreffer und zwei Minuten vor dem Ende den erneuten Ausgleich (88.). In der Folge wähnte Safakspor das Momentum auf seiner Seite, wollte jetzt sogar den Sieg und lief in einen letzten Germania-Konter. Nach einem langen Ball aus der Abwehr startete Denzel Epps mit den letzten Körnern einen weiteren fulminanten Flankenlauf und er behielt diesmal am Ende auch den Überblick. Seinen überlegten Querpass verwandelte der mitgelaufene Antonio Giuliana zum vielumjubelten Siegtreffer (90+5).
Es spielten: Hamburger, Jouahri, Robok (61.Özcan), Fiebig, Ajkic, Ferguson, Rahimi (79. Dordevic), D. Giuliana, A. Giuliana, Epps und Liedtke (84. Demir) (Beste Spieler unterstrichen).